
Warum Frauen nicht wie
Männer leben sollten
Die moderne Frau kann alles.
Sie baut Karrieren auf, führt Unternehmen, zieht Kinder groß, schleppt Einkaufstaschen, organisiert Familienfeste und beantwortet nebenbei noch fünfzig Nachrichten am Tag.
Sie kann kämpfen, entscheiden, kontrollieren und funktionieren.
Die Frage ist nur:
Macht es sie glücklich?
Viele Frauen haben gelernt, stark zu sein. Doch kaum jemand hat ihnen beigebracht, weich zu sein. Sie wissen, wie man Ziele erreicht, aber haben vergessen, wie sie genießt. Sie wissen, wie man durchhält, aber nicht mehr, wie sie loslässt.
Sogar die deutsche Sprache ist stark männlich geprägt – genau wie das gesamte System, in dem wir leben.
Wir leben in einer Welt, die Leistung belohnt. Höher. Schneller. Mehr.
Doch die weibliche Seele folgt anderen Gesetzen.
Eine Blume öffnet ihre Blüten nicht durch Anstrengung.
Der Mond zieht nicht an den Gezeiten, weil er kämpft.
Eine Frau wird nicht schöner, weil sie sich noch mehr unter Druck setzt.
Ihre wahre Kraft entsteht dort, wo sie aufhört zu kämpfen.
Das Weibliche ist kein Wettbewerb.
Es ist ein Tanz.
Es ist die Fähigkeit, zu empfangen statt ständig zu erobern.
Zu vertrauen statt alles zu kontrollieren.
Zu genießen statt ununterbrochen zu leisten.
Wenn eine Frau ihre weibliche Natur vergisst, wird das Leben oft schwer. Beziehungen werden zu Machtkämpfen, der Körper verliert seine Leichtigkeit, die Freude verschwindet hinter endlosen To-do-Listen.
Doch sobald sie sich wieder mit ihrer inneren Shakti verbindet, verändert sich etwas.
Sie muss nicht mehr gegen das Leben kämpfen.
Das Leben beginnt, mit ihr zu tanzen.
Dieses Buch ist eine Einladung, dich an das zu erinnern, was du vielleicht nie verloren hast – sondern nur vergessen hast:
Du bist nicht hier, um ständig stark zu sein.
Du bist hier, um lebendig zu sein.
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Yoga der Göttinnen
Shiva und Shakti – das göttliche Duo hinter allem, was ist
Shiva und Shakti sind nicht einfach Götter – sie sind zwei kosmische Prinzipien, aus denen das ganze Universum gewoben ist.
Shiva ist das Bewusstsein selbst – die stille, unbewegliche Achse der Schöpfung. Er tut nichts. Er ist einfach da. Seine Kraft liegt in der Klarheit, in der Leere, im Frieden, der alles in sich trägt. Shiva ist männliche Energie – zielgerichtet, fokussiert, gespannt wie ein Bogen, der im Schweigen ruht.
Shakti ist die Bewegung, der Fluss, der Tanz des Lebens. Sie ist die Energie selbst – lebendig, kraftvoll, unaufhaltsam. Shakti ist die Frau in ihrer wahren Natur: entspannt, sinnlich, empfangend. Sie ist es, die Shiva belebt, das Universum erweckt und der Leere eine Form gibt.
Ohne Shakti bleibt Shiva ein stiller, leerer Raum.
Ohne Shiva wird Shakti zum Wirbelsturm ohne Richtung.
Wenn Shakti sich verkrampft, kontrollieren will, kämpft – dann hört sie auf, Energie durch sich fließen zu lassen. Sie wird äußerlich zu Shiva. Doch zwei Shivas? Das bedeutet Krieg. Zwei Vektoren, zwei Zentren, zwei „Ichs“, die sich nicht vereinen können.
Erinnert sich Shakti jedoch an ihr wahres Wesen – Kanal, Gefäß, Tempel der Lebensenergie zu sein – dann entsteht eine Verbindung. Dann kann das Männliche in das Weibliche eintreten – nicht nur körperlich, sondern auch energetisch, göttlich. Und aus dieser Vereinigung wird etwas Drittes geboren: Liebe. Schöpfung. Eine neue Welt.
Wenn eine Frau zu Shakti zurückkehrt, wird sie nicht schwach – sie wird groß und mächtig. Denn nur Shakti kann Himmel und Erde in einem Tanz vereinen.
Die Natur der Shakti
Die weibliche Kraft, die Shakti, ist die Quelle von Kreativität, Intuition und innerer Weisheit. Sie fließt sanft und unaufhaltsam, sie erschafft und transformiert. Während die männliche Energie nach vorn drängt, Neues erobert und die Welt verändert, ist die weibliche Energie das Fundament, auf dem alles ruht. Sie nährt, sie empfängt, sie erschafft Leben.
Wenn du dich mit deiner Shakti verbindest, wirst du bemerken, wie sich dein Leben harmonisiert. Du lässt den inneren Druck los und vertraust dem Fluss des Lebens. Es geht nicht darum, schwach oder passiv zu sein – ganz im Gegenteil! Wahre weibliche Kraft liegt in der Kunst der Hingabe, im Wissen um den richtigen Moment und in der Fähigkeit, die Energie weise zu lenken.
Shakti-Yoga ist ein Weg zur Rückkehr zu dieser natürlichen weiblichen Kraft. Durch sanfte Bewegungen, Atemtechniken und Meditationen kannst du dein inneres Gleichgewicht wiederherstellen und dich in deinem eigenen Körper wohlfühlen. Es ist ein Tanz zwischen Kraft und Weichheit, zwischen Loslassen und Halten, zwischen Erde und Himmel. Ein Weg zur inneren Freiheit und ewigen Jugend.
Wer ist Shakti?
Die 64 Künste der göttlichen Frau
Das Prinzip des Shakti-Yoga besteht darin, die erleuchtete, kosmische weibliche Energie – Shakti – im Körper einer irdischen Frau zu verkörpern. Shakti-Yoga hilft dir, dich mit diesem Energiefluss zu verbinden, deine wahre weibliche Essenz zu spüren, dich mit weiblicher Kraft zu erfüllen und langanhaltende Jugend zu bewahren – um deine Talente und Träume zu verwirklichen und die Erde noch schöner zu machen.
Wie stellst du dir die perfekte Frau vor? Und muss sie wirklich vollkommen sein? Absolute Perfektion ist langweilig. Oft sind es gerade unsere kleinen Makel, die uns einzigartig machen – und doch jagen wir unerbittlich einem unerreichbaren Ideal hinterher!
Von klein auf sind wir Frauen fasziniert von mystischen und halbmythischen Göttinnen-Gestalten. Sie begegnen uns nicht nur in Märchen und alten Legenden – sie leben tief in unserem Unterbewusstsein. Und insgeheim würde jede von uns gerne eine von ihnen sein.
Die tiefen archetypischen Wesenheiten – Göttinnen und Halbgöttinnen, Apsaras, Dakinis, Shaktis, Taras, Sirenen, Nymphen, Dryaden, Zauberinnen, Feen, Vampirinnen, Hexen, Kikimoras, Baba Yagas, Engel, Dämoninnen, Kurtisanen und Geishas – welche von ihnen ruft in dir ein inneres Staunen hervor? Wenn auch nur eine, dann wirst du sofort verstehen, wohin ich dich mit diesem Buch führen möchte. Denn sich auch nur ein wenig einer Göttin anzunähern, ist ein gewaltiger Schritt auf dem Weg der spirituellen und körperlichen Entwicklung.
In jedem von uns wohnt ein göttlicher Funke. Jeder von uns trägt unglaubliche Fähigkeiten und Talente in sich – als Geburtsrecht eines menschlichen Wesens auf dieser Erde. Doch sie sind verborgen, und unsere Aufgabe ist es, so viele von ihnen wie möglich zu entdecken und zu entfalten, bevor wir diese Welt verlassen.
Erzählungen berichten von den Apsaras – fliegenden Halbgöttinnen, halb Mensch, halb göttliches Wesen. Jede Apsara war mit außergewöhnlicher Schönheit, einzigartigen Talenten und besonderen Kräften gesegnet. Mindestens eine dieser Künste beherrschte sie in bis zur Vollkommenheit. Und wenn eine Apsara in 64 verschiedenen Disziplinen zur Meisterin wurde, verwandelte sie sich in eine Shakti!
Die Fähigkeit, den eigenen Körper zu beherrschen, ist eines dieser Talente – es war einst das Erbe der Apsaras und steht jedem Menschen offen.
Deshalb ist dieses Buch, obwohl es in erster Linie für Frauen geschrieben wurde, auch für Männer lesenswert. Lies es selbst, schenke es deinen Freundinnen, Frauen und Töchtern – und es wird auch dein eigenes Leben bereichern!
Unsere Ahninnen waren eng mit der göttlichen Energie verbunden – jedoch nicht auf die Weise, wie es uns die Kirche später lehrte, sondern auf eine ursprüngliche, heidnische Art. Sie schöpften ihre Kraft aus der Natur, indem sie sich tief mit ihr und der spirituellen Welt verbanden.
Sie glaubten an Naturgötter und Göttinnen, erschufen ihre Abbilder, errichteten Altäre und brachten ihnen regelmäßig Opfergaben dar. Durch diese Rituale entstanden kraftvolle Egregore – Energiefelder, die unseren Vorfahren in schwierigen Lebenssituationen Schutz und Unterstützung boten.
Die Kirche tat alles, um uns von dieser Kraft zu trennen und zu „Dienern Gottes“ zu machen – in Wahrheit jedoch zu machtlosen Marionetten eines Systems, das keineswegs göttlich ist.
Doch die Zeit des Matriarchats rückt näher: die Zeit bewusster Frauen, die erkennen, dass neben der sichtbaren auch eine energetische Welt existiert. Ihre Kraft wird für uns zugänglich, sobald wir uns erlauben, sie wahrzunehmen.
Yoga ist in gewisser Weise Magie, denn sein ursprüngliches Ziel besteht darin, sich dem Göttlichen anzunähern und die eigenen „übermenschlichen“ Fähigkeiten zu entfalten.
Eine Shakti-Frau braucht einen Altar. Auf ihrem Altar zeichnet sie die Himmelsrichtungen, stellt die Elemente der vier Urkräfte auf – Erde, Feuer, Wasser und Luft – und vergisst natürlich nicht, in der Mitte die Statue ihrer liebsten Göttin zu platzieren.
Die bekanntesten Göttinnen unserer Zeit und Kultur sind die griechische Aphrodite, die römische Venus, die ägyptischen Ishtar, Hathor und Bastet, die keltische Freyja, die irische Áine, die slawische Lada und die japanische Amaterasu. Sie alle verkörpern zeitlose Schönheit und sind nicht nur ein Ideal für Frauen, die sich nach dieser Anmut sehnen, sondern auch für Männer, die sich eine wunderschöne, weise und kraftvoll weibliche Frau an ihrer Seite wünschen.
CHARLES BAUDELAIRE
HYMNUS AN DIE SCHÖNHEIT
Sag, Schönheit – woher kommst du?
Poetische Übersetzung
Sag, woher du kommst, o Schönheit, sprich:
Bist du des Himmels Blau, des Abgrunds Flamme?
Du tränkst die Lippen – und berauschst sie sacht,
Bringst Freude, doch auch List mit süßer Flamme.
In deinen Augen: Morgenrot und Nacht,
Du atmest Duft wie schwüle Sturmabende;
Ein Knabe wird durch dich zum Held gemacht,
Ein Großer sinkt zu Staub – durch deine Hände.
Kamst du aus Höllen, oder Sternenland?
Dein Dämon folgt dir treu wie ein Gefährte.
In deinem Schweigen wohnt ein dunkles Band,
In dir ist Glanz – und Schuld zugleich, und Härte.
Bist du ein Gott? Ein Satan? Engel, Nixe?
Was macht es aus – du Königin der Pracht!
Du sprengst der Welt die Fesseln, schickst uns Blitze
Von Duft und Klang und Farbe – lichte Macht!
Die Göttin der Schönheit und die wahre Shakti
Jene, die sich mit Magie auskennen, erkennen in diesem Gedicht sofort die Göttin Hekate… Jede Göttin, unabhängig von ihrer Bestimmung und ihren Kräften, ist von außergewöhnlicher Schönheit. Und jede Frau, die auf die Erde kommt, möchte bewusst oder unbewusst Schönheit in die Welt bringen und dort hinterlassen. Das ist unsere wahre Bestimmung.
Dabei geht es nicht nur um äußere Schönheit, sondern auch um innere: die Schönheit der Taten, der Worte und sogar der Gedanken. Eine wahre Shakti trägt stets Schönheit in die Welt, weil sie sie von innen heraus ausstrahlt.
* * *
Alles, was mit Mystik zu tun hat, hat mich schon seit meiner Kindheit interessiert, und in den letzten fünfundzwanzig Jahren beschäftige ich mich bewusst mit verschiedenen Praktiken, die Geist und Körper vervollkommnen.
Der Körper ist das genialste Instrument, das uns von oben gegeben wurde. Er hat unzählige Möglichkeiten, von denen wir oft nichts ahnen, weil wir das gesamte Wissen und die Erfahrungen aus früheren Leben vergessen, wenn wir wieder auf die Erde kommen. Es gibt jedoch Wege, sich teilweise an das zu erinnern, was wir bereits wussten und konnten, doch oft überschreitet die Zeit, die für die Suche und Anwendung solcher Techniken benötigt wird, die Dauer unseres Lebens. Ein Paradoxon.
Je länger ich lebe, desto mehr verstehe ich den Sinn unserer Inkarnationen auf der Erde. Aber ich verstehe auch, dass eine einzige, gewöhnliche Lebenszeit nicht ausreicht, um das volle Verständnis zu erlangen.
Unsere Vorfahren lebten manchmal 300 – 900 Jahre und behielten die Erinnerung an vergangene Leben. Unsere Generation, die mindestens fünfte auf diesem Planeten, hat leider das Wissen und die Fähigkeiten unserer Vorfahren verloren. Aber es gibt immer noch das genetische Gedächtnis, und der Channeling-Prozess hilft uns dabei. Das bedeutet, dass heutzutage viele Menschen in der Lage sind, Informationen aus dem Kosmos zu empfangen. Vom höchsten Bewusstsein oder von Gott – wie auch immer du es nennen möchtest.
Meistens kommen diese Informationen aus dem Kosmos und erscheinen so einfach und klar, als hätten wir sie immer schon gewusst. Das liegt daran, dass unsere Seelen dieses Wissen kannten. Wenn dein höherer Filter geöffnet ist, wirst du keine wissenschaftlichen Beweise oder historische Dokumente verlangen. Du wirst einfach mit jeder Faser deines Seins fühlen, ob es wahr ist oder nicht. Umso mehr, weil unsere Geschichte so verfälscht ist, dass man keinem Dokument vertrauen kann. Alles wurde zu oft manipuliert und umgeschrieben. Originale wurden wiederholt zerstört. Die wahre Geschichte kann nur wiederhergestellt werden, wenn man einen sehr flexiblen und informativen Geist hat und über die Fähigkeit zum Channeling verfügt. Nur dort oben bleibt die kristallklare Wahrheit darüber, wer wir waren und wer wir jetzt sind.
Angesichts der aktuellen Möglichkeit, unser Leben auf 120 – 140 Jahre in gesunder Verfassung zu verlängern, habe ich schon lange damit begonnen, Forschungen und Experimente in dieser Richtung durchzuführen, soweit es mir die Lebensumstände erlauben. Die Geheimnisse des Universums und der menschlichen Generationen auf der Erde sind so faszinierend, dass es schade wäre, zu gehen, ohne auch nur einen kleinen Teil davon zu erfahren. So kam es, dass ich begann, verschiedene Methoden der Verjüngung zu praktizieren und zu kombinieren – ich wurde zu einem Biohacker.
Shakti-Yoga, das ich intuitiv aus verschiedenen Techniken – Yoga, Pilates, Ballett-Dehnungen und Wissen über die energetischen Körper, Meridiane und unsere Seele (die in dieser Praxis eine nicht unerhebliche Rolle spielt) – geschaffen habe, ist eine der mächtigsten Methoden zur Verjüngung des weiblichen Körpers.
Warum schreibe ich speziell über die Jugend der Frau?
Weil ich selbst eine Frau bin und, nachdem ich mich intensiver mit weiblichen Praktiken beschäftigt habe, festgestellt habe, dass die Wirksamkeit der Übungen für den Körper bei Männern und Frauen nach völlig unterschiedlichen Prinzipien funktioniert.
Alle Theorien über Sport sind meist auf Männer ausgerichtet. Warum hat man uns nicht erklärt, dass Männer und Frauen sehr unterschiedliche Wesen sind? In der Nachkriegszeit und der Zeit nach der Revolution war es üblich, alles zu vereinheitlichen: die Arbeitszeit, das Rentenalter (zumindest in Westeuropa), die Arbeitsbelastung. Die Grenzen zwischen den Geschlechtern verwischten. In der Frau wurden männliche Qualitäten verherrlicht, weil nach dem Krieg weniger Männer übrig waren, und die Welle des Feminismus verstärkte nur die Tendenz, aus der Frau einen Mann zu machen.
Es wurde normal, dass Frauen an männlichen Sportarten teilnahmen, wobei die Messlatte für sie oft etwas niedriger angesetzt wurde. Das ist nicht schlimm. Du kannst alles tun, wenn es dir Freude bereitet, dein Wohlbefinden verbessert und deinen Körper entwickelt. Das Wichtigste ist, überhaupt regelmäßig etwas zu tun. Noch besser ist es, zu beobachten, welche Prozesse während des Trainings oder der Praxis in deinem Körper ablaufen, wie sich der Energiefluss verändert und wie sich deine Stimmung entwickelt. Achte darauf, ob du dich nach der Praxis eher weiblicher und harmonischer oder männlicher und kämpferischer fühlst.
Vielleicht wirst du inspiriert, weil du 10 Kilometer mehr laufen kannst, 10 Kilogramm mehr beim Gewichtheben schaffst oder deine Gegnerin im Kickboxen besiegst. Aber wie wirst du dich am Ende fühlen? Wie ein King Kong mit einer Keule oder wie eine Göttin, die Liebe und Glück verströmt?
Warum versuche ich zu erklären, wie wichtig es ist, sich selbst als Frau zu fühlen und auf ihren Körper als Frau zu hören, ihn zu schätzen und nicht zu versuchen, eine männliche Uniform zu tragen?
Ich habe viele Psychologen gehört, die sich mit dem Thema weibliches Glück beschäftigen. Und all jene, denen ich vertraue und deren Lehren mit meiner Seele in Resonanz gehen, sagen, dass wirklich glückliche Frauen diejenigen sind, die nach weiblichen Prinzipien leben und glücklich sind, die Geliebte zu sein, selbst zu lieben, Kinder zu erziehen, sich mit Hobbys, Kunst zu beschäftigen und sich in weiblichen Bereichen zu verwirklichen. Ich glaube nicht an das absolute Glück einer Businessfrau, weil ich selbst im Business, in der Politik und sogar unter den Stars war. Und ich weiß sehr gut, was hinter den Kulissen des scheinbaren Erfolgs verborgen ist. Der bekannte Satya Das sagt, dass, wenn eine Frau im Business erfolgreich ist, es nur bedeutet, dass sie schlecht geheiratet hat. Ein Scherz, aber mit viel Wahrheit. Erinnert euch an solche Businessfrauen, und ihr werdet feststellen, dass Satyadas im Großen und Ganzen recht hat, und die Ausnahmen bestätigen nur die Regel. Deshalb spreche ich über die Unterschiede im Umgang mit dem Körper von Männern und Frauen.
Das weibliche Prinzip – Entspannung
Das Prinzip des von mir entwickelten Shakti-Yoga beruht auf Flexibilität und Entspannung, was es vom klassischen Yoga unterscheidet. Die grundlegenden Prinzipien der bekannten Yogaform beinhalten Statischsein, gerade Linien, körperliche Belastung und Überanstrengung durch das Halten von Positionen oder das Aushalten von Belastungen über längere Zeit. Hinzu kommt die Konzentration (und damit erneut eine Form von Spannung) auf die Anzahl der Atemzüge. Klassisches Yoga, wie wir es kennen, wurde, wie man sich vorstellen kann, von Männern entwickelt und ist dementsprechend auf den männlichen Körper und Geist ausgerichtet. In keinem einzigen Traktat über die Entstehung von Yoga aus den 15. und 16. Jahrhunderten fand ich einen weiblichen Namen. In jener Zeit war es Frauen in Indien sogar verboten, das Haus zu verlassen, geschweige denn Yoga zu praktizieren. Sie wurden, und in vielen Teilen Indiens werden sie das auch heute noch, wie Hausvieh behandelt. Von Yoga für Frauen konnte also vor hundert oder zweihundert Jahren keine Rede sein. Yoga, wie wir es heute kennen, entstand erst in den 1960er Jahren – und auch hier wurde es von Männern erfunden. Doch seltsamerweise wird dieser Fakt in unserer Kultur oft nicht berücksichtigt, und so besuchen hauptsächlich Frauen Hatha-Yoga-Kurse. Yoga gilt inzwischen sogar als „Frauen-Sport“, obwohl es in seiner Essenz nie als solcher gedacht war.
Es gab jedoch in einigen Epochen spezielle Frauen-Tempel, in denen ausschließlich weibliche Praktiken durchgeführt wurden, die sich stark von denen der Männer unterschieden. Über diese Praktiken möchte ich in meinem Buch berichten.
Warum habe ich meine Praxis Shakti-Yoga genannt? Wie vielen bekannt ist, symbolisiert Shakti im dualen kosmischen Universum weibliche Energie. Yoga jedoch ist mehr als nur eine Reihe von körperlichen Übungen – es ist ein Weg und eine Lebensweise. Es ist eine ständige Praxis des Bewusstseins: über unsere Gedanken, wie und womit wir uns nähren, was und wie wir sprechen, wie wir uns bewegen, all unsere Handlungen und moralischen Überzeugungen.
* * *
Weibliche und männliche Naturen sind so unterschiedlich, dass das, was für den Mann gut ist, eine vollkommen gegensätzliche Wirkung auf die Frau haben kann.
Fangen wir mit den grundlegenden Prinzipien an. Was kennzeichnet die weibliche Natur? Nacht, Dunkelheit, der Mond, Wasser, Kühle, Erde, die Farben Blau und Schwarz, der horizontale Grundsatz.
Und was sind die Symbole der männlichen Natur? Tag, Licht, die Sonne, Feuer, Wärme, der Himmel, die Farben Rot und Weiß, der vertikale Grundsatz.
Dies sind nur einige Beispiele, doch sie reichen aus, um die Dualität unserer Naturen zu verstehen.
Damit es klarer wird, betrachten wir noch einige Beispiele.
Der klassische sexuelle Akt ist eine Analogie zu unserem Leben und seinen dualen Prinzipien. Für den Mann ist es immer am wichtigsten, ein Ziel zu haben und schnell und geradewegs darauf zuzusteuern. Für die Frau ist es wichtiger, im Prozess zu sein, sich auszubreiten und sich den Details hinzugeben, die Schönheit zu verfeinern, die Bewegung immer wieder zu wiederholen. Der Mann wird durch Kraft und das Erreichen eines Ziels charakterisiert, die Frau – durch das Vergnügen, sich im Prozess zu erleben und ihren Körper zu fühlen. Warum strickten, stickten, nähten Frauen immer, formten hunderte identische Teigtaschen und Knödel? Weil für die Frau die langsame, meditative, unaufgeregte Arbeit viel natürlicher ist als für den Mann. Es ist ein Prozess, in dem eine Frau sich entspannen und auflösen kann. Männer hingegen interessieren sich mehr für das Zerstören, für riesige, monumentale Projekte, bei denen sie ihre physische und geistige Kraft konzentriert auf ein einziges Ziel anwenden. Sie brauchen das Erreichen eines Ziels, um sich als Männer zu fühlen.
Vielleicht wissen nicht alle, was das allgemein bekannte christliche Kreuz ursprünglich symbolisierte, das viele von uns täglich um den Hals tragen. Das Kreuz wurde von der Kirche von den Kreuzrittern übernommen, die Jesus und Maria Magdalena begleiteten und ihre Lehre verteidigten, welche übrigens stark von dem abweicht, was uns heute von der Kirche als die wahre Lehre präsentiert wird.
Ursprünglich symbolisierte das Kreuz das Zusammentreffen der männlichen und weiblichen Prinzipien – des vertikalen und des horizontalen kosmischen Prinzips. Dabei waren die Balken des Kreuzes gleich lang, was heutzutage nur noch in Griechenland erhalten geblieben ist. Die gleich langen Balken symbolisierten die gleichwertige Größe und Wichtigkeit des Männlichen und des Weiblichen und nicht das Kreuz, an dem die heilige Kirche Christus gekreuzigt hat. Indem die Frau auf die unterste Entwicklungsstufe gestellt wurde, haben die Kirchenväter dies sogar am Kreuz abgebildet, indem sie den horizontalen Balken verkürzten, um das kosmische Gleichgewicht zu stören.
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Manche werden das, was hier gesagt wurde, für Gotteslästerung halten, aber wenn Sie sich tief mit der wahren Geschichte befassen und nicht mit der, die uns als wahr verkauft wird, werden Sie bald erkennen, dass dies die wahre Wahrheit ist.
Was denken Sie, warum die Kirche in Russland das Praktizieren von Yoga verbietet? Weil Yoga zum Bewusstsein unserer Göttlichkeit führt. Wir beginnen zu verstehen, dass wir nicht Gottes Sklaven sind, sondern seine Kinder – wir sind ein Teil von ihm. Und es liegt in unserer Macht, unser Leben und unser Schicksal zu lenken. Und genau das will die Kirche nicht.
Die kirchlichen Verbote haben die Menschheit mindestens zweitausend Jahre zurückgeworfen, und Frauen wurden zu rechtlosen Apparaten für das Gebären von Kindern degradiert, ohne Recht auf Bildung und Selbstentwicklung. Ganz zu schweigen von den jahrhundertelangen Inquisitionen, in denen die klügsten und fähigsten Frauen, die Hüterinnen des alten Wissens, zerstört wurden.
Jeder ist frei, seinen eigenen Weg im Leben zu wählen, aber wir kehren zu unserem zurück – zum Shakti-Yoga.
So manifestieren sich die absolut gegensätzlichen Prinzipien, die auf der Dualität basieren, über die ich in meinem Buch „Tanzend durch die Zeit“ geschrieben habe, in allen Aspekten unseres Lebens, wenn wir nicht davon ausgehen, dass Männer und Frauen ursprünglich gleich sind. Wenn wir ehrlich sind, sind wir fast wie in dem bekannten Buch „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ – Wesen von verschiedenen Planeten. Wir Frauen denken anders als Männer, wir brauchen anderes Essen, eine andere Menge Schlaf, eine andere Wassertemperatur und Lufttemperatur. Unser Hormonsystem funktioniert völlig anders, als das der Männer. Tatsächlich sollte die Medizin Männer und Frauen aufgrund der unterschiedlichen biologischen Prinzipien unterschiedlich behandeln. Es gibt noch viele weitere Unterschiede, praktisch in jedem Bereich – alles ist anders. Dieses Prinzip zeigt sich auch in den körperlichen Übungen für Männer und Frauen und darin, welche Methoden für uns einfacher sind, um Gewicht zu verlieren, schädliche Gewohnheiten abzulegen und so weiter.
Vieles kam zu mir nach dem Lesen von Wladimir Megres Büchern über Anastasia. Einige von denen kann man schon auf Deutsch lesen. Diese Bücher verursachen viele Kontroversen. Was darin erzählt wird, lässt sich nicht auf logische oder materielle Weise beweisen. Aber nach dem Lesen öffnete sich bei mir und allen, die ich kenne, das genetische Gedächtnis. Was ist das? Es ist die Erinnerung an unsere Vorfahren, an ihren Lebensstil, an unsere früheren Leben, sogar in anderen Zivilisationen. Sie können mir glauben oder nicht, aber wenn das genetische Gedächtnis sich öffnet, werden Dinge verständlich und natürlich, die bis zum Lesen der zehn Bücher unmöglich zu begreifen gewesen wären. Es sind die grundlegenden kosmischen Prinzipien, auf denen alles existiert.
Früher wurden solche Wahrheiten einem Kind von Geburt an vermittelt, und es wuchs mit Wissen auf, das heutzutage nicht einmal Erwachsenen bekannt ist. Kinder verstanden Mathematik, Astronomie, Geschichte und sogar Astrologie fast intuitiv, indem sie sich an die Erfahrungen ihrer früheren Leben erinnerten. Die Beziehungen zwischen Mann und Frau waren ein Spiegelbild der Wechselwirkungen der Paarelemente der umgebenden Welt. Die Menschen lernten, die Natur des gesamten Seins zu erkennen, die richtigen Beziehungen zu Kosmos und Natur zu lernen, die Schönheit der Welt zu erkennen und die innere Schönheit wider zu spiegeln.
Woher weiß ich das? Aus Channelings, aus Reisen in die Vergangenheit, aus den Büchern über Anastasia von Wladimir Megre und anderen Quellen. Und ja, natürlich geschah dies nicht in unserer fünften Zivilisation auf der Erde, sondern in der vorherigen.
Der Sinn des Menschseins auf diesem Planeten war seine ständige Entwicklung, das Schaffen noch größerer Schönheit, das Vertiefen von Weisheit und das Entfalten seiner Fähigkeiten. Deshalb wurden die Menschen einst mit erhaltenem Gedächtnis über ihre früheren Inkarnationen geboren und konnten Wissen und Talente von Leben zu Leben übertragen, jedes Mal mehr und mehr hinzufügen und ihr Potenzial steigern.
Leider wird dieses Gedächtnis heutzutage verschlossen. Entweder von Geburt an oder in den ersten Jahren des Lebens eines kleinen Menschen.
Deshalb müssen wir mit jedem Leben praktisch von null beginnen, und das bremst die Entwicklung des Planeten und führt zu seiner Ruhinierung. Die Menschen verlieren das Wissen darüber, wer sie sind, verlieren das Vertrauen in ihre Kräfte und verstehen die Bedeutung kosmischer Gesetze nicht, von denen eines das Gesetz der Dualität allen Lebens auf der Erde ist.
Um uns zu helfen, Gedächtnis von früheren Inkarnationen zurückzubekommen, können Yogapraktiken beitragen.
Um es klarer zu machen, betrachten wir noch einige Beispiele.
Seltene Männer mögen oder können gut eine monotone Arbeit aushalten. Für die Frau ist es wichtig, im Prozess zu sein, sich in Details zu verlieren und die Schönheit zu verfeinern, indem sie die Bewegung immer wieder wiederholt. Der Mann wird durch Kraft und Zielverwirklichung charakterisiert, die Frau durch das Vergnügen, sich im Prozess zu erfahren und ihren Körper zu fühlen.
Warum kann eine Frau mit Zufriedenkeit Hunderte kleiner Setzlinge an einem Tag pflanzen, stundenlang kochen oder Wäsche bügeln? Weil eine langwierige, meditative und ruhige Tätigkeit für Frauen oft natürlicher ist als für Männer. Es ist ein Prozess, in dem eine Frau sich entspannen, versinken und beinahe auflösen kann.
Männer sind meist stärker daran interessiert, ihre Ziele schnell und entschlossen zu erreichen, etwas oder jemanden zu erobern, sich großen, monumentalen Projekten zu widmen und ihre körperliche wie geistige Energie auf ein bestimmtes Ziel zu konzentrieren. Sie brauchen das Erfolgserlebnis und den Abschluss, um sich als Männer zu fühlen.
Damit möchte ich keineswegs sagen, dass Frauen keine großen Projekte verwirklichen oder Führungspositionen übernehmen können. Doch, das können sie – und häufig sogar ausgesprochen perfekt! Die eigentliche Frage lautet: Was wird sie am Ende ihres Lebens glücklicher machen? Dass sie ihre beruflichen Ziele erreicht hat – oder dass sie geliebt hat, geliebt wurde und ihr Leben von Liebe erfüllt war?
Moderne Frauen zerreißen sich zwischen Karriere und familiären Verpflichtungen. Im Grunde tragen wir eine vierfach höhere Belastung als Männer: Wir kümmern uns um die Kinder, den Haushalt, die Partnerschaft, unsere Eltern und häufig auch um Haustiere. Gleichzeitig wird von uns erwartet, dass wir im Beruf die gleiche Leistung erbringen wie Männer. Das erzeugt enormen Stress.
Natürlich brauchen Frauen daher vor allem eines: mehr Entspannung!
Warum sangen Frauen während der Arbeit, um ein bestimmtes Feld um sich und ihre Haushaltsmitglieder zu schaffen? Und warum stießen Männer laute Schreie aus, die den Raum durchbrachen? Selbst in der akustischen Gestaltung sehen wir große Unterschiede. Kreis- und Ritualtänze wurden auch von Frauen erschaffen – in ihnen scheint man in Trance zu gehen, der Körper bewegt sich von selbst, intuitiv und endlos, dreht Achten, Spiralen und Kreise. Die Frau scheint sich im umgebenden Raum aufzulösen. Der Mann hingegen zieht alles auf einen Punkt und schießt in gerader Linie. Was folgt also daraus?
Beachten Sie das Schlüsselwort: Auslösung.
Sie werden sehr überrascht sein, wenn Sie erfahren, dass klassisches Yoga, das natürlich auch für die allgemeine Gesundheit von Männern und Frauen gut ist (insbesondere wenn eine Frau grundsätzlich keine anderen körperlichen Praktiken ausübt), in seiner Essenz für die Frau unnatürlich ist. Interessiert es Sie, warum? Ich werde es erklären.
Klassisches Yoga trägt Konzentration, absoluten Kontrollzwang, physische Belastung und die Notwendigkeit, bestimmte Posen lange zu halten – als würde man eine Last wie die Titanen über längere Zeiträume halten. Für die Frau jedoch ist Leichtigkeit, ständig fließende Bewegung, das Genießen von Raum, Musik, das Eintauchen in sich selbst, das sinnliche Genießen des Körpers wichtig. Wenn dies geschieht, beginnt die Frau zu erblühen und sich mit innerer Energie zu füllen, sie beginnt zu strahlen.
Der männliche Grundsatz hingegen ist völlig anders. Der Mann braucht aktive Bewegung und Zielverwirklichung. Ein Ziel. Belastung. Sieg. Lob und Anerkennung von anderen. All das ist ein Anreiz, um weiterzugehen. Der Mann erlebt ein unvergleichliches Gefühl des Triumphs, wenn er sein Ziel erreicht.
Ich kehre noch Mal zurück zum Thema Sex – für die Frau ist der Prozess wichtiger, sie genießt ihn. Für den Mann jedoch ist der Höhepunkt und die Kulmination das Hauptziel. Natürlich gibt es Männer, die auch dem Prozess viel Aufmerksamkeit schenken, besonders wenn sie sich mit Tantra befassen, aber der Höhepunkt bleibt für sie dennoch der wichtigste Punkt. Und die Frau, wenn sie die Möglichkeit hat, über eine Stunde oder mehr Genuss zu erfahren, wird sich nicht um den Endpunkt des Prozesses kümmern, weil sie in sogenannten „Tal-Orgasmen“ fast die ganze Zeit verweilt und sich einfach am Prozess erfreut. Und dieses natürliche Prinzip wirkt sich auch auf allen anderen biologischen, physischen und psychischen Ebenen des Menschen aus.
Ich möchte mit Ihnen einige meiner Lieblingsweisheiten von meinem TantraYogaLehrer Lev Teternikov teilen: „Es gibt nichts Schöneres als eine entspannte Frau“ und „Eine Frau muss liegen“. Lesen Sie diese Sätze ein paar Mal, versuchen Sie, sie tief zu verinnerlichen. Ich würde allen empfehlen, sie in großen Buchstaben auf ein Blatt Papier zu schreiben und es an die Wand zu hängen, damit sowohl Männer als auch Frauen diese Postulate im Alltag nicht vergessen.
Lev Teternikov war ein beliebter Lehrer des tantrischen Yoga in Russland, den tausende von Menschen verehrten. Leider habe ich Lev in diesem Leben nicht getroffen, wir haben uns in Raum und Zeit verpasst, aber ich praktizierte Tantra bei seiner Lebensgefährtin Olga Golikova und mit seinen Schülern. Ich las seine Bücher und spürte immer noch die Präsenz dieses unglaublichen Menschen. Nur wenige fortgeschrittene Yogis haben seinen Namen noch nicht gehört. Es ist mein Guru, der mir das Verständnis vermittelte, dass Frauen, die Yoga praktizieren, unbedingt auch Tantra praktizieren sollten. Genau Tantra trägt das weibliche Prinzip, und zusammen bilden diese beiden Wissenschaften eine perfekte Einheit – Yin und Yang.
Shakti-Yoga ist die weibliche Form des tantrischen Yoga. Um besser zu erklären, was tantrisches Yoga ist, muss man zunächst verstehen, was Yoga und was Tantra ist. Ich beginne mit Tantra, da es oft mehr Interesse weckt.
Unter Tantra verstehen viele heutzutage nur die sexuelle Interaktion zwischen Mann und Frau auf energetischer und physischer Ebene. Viele verwechseln es sogar mit der Kamasutra! Dies verursacht in mir immer ein unwillkürliches Lächeln.
Liebe Freunde, Tantra hat nichts damit zu tun. Genau wie beim Yoga, bevor man sich mit der sexuellen Interaktion beschäftigt, gibt es mindestens acht Jahre Arbeit an der Energie in Einsamkeit oder zu zweit aus der Ferne. Und zu dem Zeitpunkt, an dem das Paar sich trifft, hat es nicht das gleiche sexuelle Verlangen, wie wir es vermuten, wenn wir von Tantra hören.
Es gibt nur reine und alles durchdringende Liebe und den Wunsch, sich in einander aufzulösen. Genau dieser Zustand, in Verbindung mit dem bewussten Umgang mit Energien, erzeugt das höchste Glück, das die Kraft eines gewöhnlichen Orgasmus bei weitem übertrifft.
Ich möchte den Wert der physiologischen Orgasmen nicht schmälern. Sie sind sehr wichtig. Aber haben Sie sich jemals gefragt, was ein Orgasmus ist, warum er uns gegeben wurde und wie wir ihn nutzen können? Wie sollte man diesem Phänomen gegenüber eingestellt sein?
Tantra sagt, dass der Moment des Orgasmus eine Gelegenheit ist, sich selbst als Gott zu erfahren. Den Partner oder die Partnerin als Göttlichkeit zu betrachten und Dankbarkeit für das gegenseitige Verschmelzen zu empfinden. Sich selbst als wahrhaftig zu erleben. Genau in diesem Moment erfahren wir den Zustand, in dem wir existieren können, wenn wir unseren Körper verlassen. Ich schreibe dies basierend auf meiner eigenen Erfahrung einer klinischen Nahtoderfahrung, die ich mit neunzehn Jahren erlebte. (Mehr darüber habe ich im Kapitel „Flug ins Universum“ in meinem früheren Buch „Tanzend durch die Zeit“ erzählt.)
Und genau dieses Ziel verfolgt Tantra – das Göttliche zu berühren, zumindest für einen Moment den Körper zu verlassen und sich selbst als Gott zu erfahren.
Shakti-Yoga ist im Wesentlichen die Vorbereitung auf einen solchen Übergang und auf solche Möglichkeiten. Genau in Tantra lernen wir uns zu entspannen und unsere physische Hülle loszulassen. In Tantra, im Gegensatz zu Yoga, beschäftigen wir uns nicht mit der Konzentration des Geistes, sondern lernen, auf unser Herz zu hören, mit unserer Seele zu sprechen. Genau in Tantra lernen wir, unseren Partner wie uns selbst zu fühlen und die ganze Welt um uns herum. Deshalb ist der tantrische Ansatz für Yoga für Frauen so wichtig. Tantra ist die Frau, Yoga ist der Mann.
Spirituelle Grundlagen
Und jetzt kehren wir zu dem zurück, womit diese Kapitel vielleicht hätten beginnen sollen, nämlich zur Erklärung, was Yoga in der indischen Kultur ist, wie sie beginnt und womit sie endet. Oft wird angenommen, dass der Sinn von Yoga in den endlosen Meditationen im Lotus-Sitz oder den unmöglichen Verrenkungen besteht, in die sich Yogis verknoten. Ein anderer, erfahrenerer Teil der Menschen, die Yoga in Sportzentren praktizieren, denkt, dass Yoga eine Reihe bestimmter Übungen ist, ähnlich wie bei der morgendlichen Gymnastik. Noch erfahrenere kennen die Pranayama-Techniken – yogische Atemübungen und Meditation. Aber nur wenige moderne Yoga-Lehrer (ich sage absichtlich nicht „Yogalehrer“) lehren, wie man den Energiefluss im Körper spürt oder seine Entstehung wahrnimmt, wie man sie ansammelt, hält und bewusst umlenkt – nur mit der Kraft des Geistes. Aber genau das ist es, worum es bei echtem Yoga geht.
Indische Lehrer beginnen das Studium mit den Regeln für ein reines und spirituelles Leben. Yoga beginnt mit dem Erlernen der kosmischen Gesetze des Denkens und Verhaltens, die es uns ermöglichen, einen klaren Geist zu haben, die zu schönen Taten anregen, uns von negativen Emotionen befreien und die Werte bieten, auf denen unser Leben basieren wird. Auf diese Weise ist Yoga ein Lebensstil und kein wöchentlicher Besuch im Fitnessstudio für eine Stunde.
Nicht umsonst hat der Begriff „Yoga“ außer den Bedeutungen „Vereinigung“ und „Harmonie“ noch eine wenig bekannte Bedeutung. Sie bedeutet „das Erreichen dessen, was einst unerreichbar schien“.
Auf dieser ersten Stufe werden männliche und weibliche Prinzipien nicht getrennt, da die kosmischen Gesetze, die als Yama und Niyama bezeichnet werden, für alle gleich sind. Unsere Seelen haben keinen Geschlecht.
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„Die Begriffe „Yama“ und „Niyama“ kommen aus dem Yoga. Diese Prinzipien gelten gleichermaßen für Männer und Frauen. Und das Studium des Yoga sollte genau mit ihnen beginnen. Denn Yoga ist vor allem eine spirituelle und erst dann eine körperliche Praxis. Man kann kein Yogi oder Yogini werden, indem man einfach nur ein Fitnessstudio besucht und Asanas ausführt. Man muss mit der spirituellen Einsicht beginnen, das zu verstehen, was man sich vorgenommen hat.“
„Yama ist die Einhaltung universeller moralischer Gebote.
Niyama ist die äußere und innere Reinigung durch Selbstdisziplin.
Yama lehrt uns, dass wir mit anderen Menschen nicht so umgehen sollten, wie wir nicht wollen, dass mit uns umgegangen wird. Jede Lehre besteht aus zehn Prinzipien. Ich werde nun genauer auf die Prinzipien von Yama eingehen, da man, um Niyama zu praktizieren, zunächst Yama beherrschen und auf den Weg des wahren Yogi oder der wahren Yogini treten muss. Ein solches Ziel verfolge ich in diesem Buch nicht; es reicht, einfach ein Mensch zu bleiben.
Zu Yama gehören die folgenden Prinzipien: Ahimsa, Satya, Asteya, Brahmacharya, Kshama, Dhriti, Daya, Arjava, Mitahara, Shaucha.
Um kurz zu erklären, was das bedeutet, zitiere ich Mahant Avedyanatha.“
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Ahimsa – das Vermeiden von Schaden für alle Wesen, nicht nur durch Handlungen, sondern auch durch Gedanken und Worte. Dies bedeutet, sich von bösen Gefühlen und Taten, von feindseligem Verhalten gegenüber allen Menschen und lebenden Wesen fernzuhalten.
Satya – Wahrhaftigkeit, nicht nur in den Worten, sondern auch in Gedanken und Handlungen. Es bedeutet, in jedem Bereich des inneren und äußeren Lebens der Wahrheit treu zu bleiben.
Asteya – Das Nicht-Stehlen, nicht nur in der Handlung, sondern auch in Gedanken und Wünschen. Mit anderen Worten, der Geist muss frei von niederträchtigen Wünschen oder der Neigung sein, irgendeinen Besitz eines anderen Wesens in irgendeiner Form anzueignen. Die Jagd nach Gewinn auf unpassende Weise auf Kosten anderer wird als eine Form des Diebstahls betrachtet. Solche Impulse müssen aus dem Geist verbannt werden.
Brahmacharya – Kontrolle über alle sinnlichen Neigungen, besonders über das sexuelle Verlangen, und die makellose Bewahrung der physischen und mentalen Energie. Die Energie sollte achtsam nach oben gerichtet werden und niemals nach unten, um das Vergnügen der sinnlichen Objekte zu wecken. Männer und Frauen sollten sich in Gegenwart des anderen in Maßen verhalten.
Kshama – Vergebung für die Mängel und Fehler anderer. Wenn einem spirituell Praktizierenden Schaden zugefügt oder ein Unrecht getan wird, ist es unzulässig, sich zu ärgern oder Rache zu suchen. Man sollte mit Güte auf Übel reagieren und nicht andersherum. Es ist unangebracht, Missbilligung zu zeigen oder auf Rache zu sinnen.
Dhriti – Geduld und Ausdauer in jeder Situation. Der spirituelle Praktizierende sollte die Kraft entwickeln, widrige Lebensumstände und alle auftretenden Schwierigkeiten und Belastungen auf dem Weg seines Fortschritts zu ertragen. Er sollte niemals den Mut verlieren, sich nicht beunruhigen oder sich in irgendeiner Situation aus der Bahn werfen lassen, sondern unbeirrt seinen gewählten Weg fortsetzen.
Daya – Mitgefühl für alle Menschen und andere Wesen, die sich in Not befinden. Hier ist das Gefühl von Mitgefühl gemeint, das Leid und die Schwierigkeiten eines anderen wie die eigenen zu empfinden und den inneren Drang, tatsächliche Hilfe zu leisten, um Missstände zu beheben und Frieden und Glück im Leben wiederherzustellen. Der Praktizierende sollte in sich selbst universelle Zuneigung, ein Gefühl der Einheit und die Bereitschaft zu dienen entwickeln.
Arjava – Einfachheit im Leben. Es sollte keine Künstlichkeit, Heuchelei oder Unaufrichtigkeit im Verhalten sein. Man sollte ein einfaches Leben führen, ohne Prunk und Glanz in Essen, Kleidung und Unterkunft, und sich von Täuschung im Verhalten befreien. Das äußere Leben des Praktizierenden sollte die innere Wahrheit widerspiegeln, und er sollte sich nicht als etwas darstellen, was er nicht wirklich ist.
Mithahara – Strikte Regulierung der Ernährung. Der Praktizierende sollte sich stets daran erinnern, dass Nahrung dazu dient, den Körper zu unterstützen und zu nähren, nicht aber, um den Geschmack oder das Vergnügen der Sinneswahrnehmungen zu befriedigen. Er sollte sich daran gewöhnen, angemessene Mengen zur richtigen Zeit zu sich zu nehmen und nicht den Forderungen des Geistes oder des Geschmacks nachzugeben.
Shaucha – Reinheit von Körper und Geist. Das Waschen von Körperteilen, das Baden in reinem Wasser, das Trinken von reinem Wasser, das Atmen von sauberer Luft, die Einnahme von reinem Essen in sauberer Gesellschaft, das Befolgen der notwendigen Gesundheits- und Hygieneregeln usw. – all diese Maßnahmen müssen zur Reinigung des Körpers durchgeführt werden. Letztlich müssen die reinen Gedanken, Emotionen, Wünsche und Neigungen auf die Reinigung des Geistes ausgerichtet werden.
Diese zehn Formen der Selbstbeschränkung, sowohl im äußeren Verhalten als auch in inneren Gedanken, Gefühlen und Wünschen, werden als Yama bezeichnet und sind sehr wichtig für die Vorbereitung von Körper und Geist auf die yogische Praxis.
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Die folgenden zehn Formen der Niyama, die vom großen Lehrer beschrieben wurden, sind: Tapas, Santosha, Astikya, Dana, Ishvara-Pujana, Siddhanta-Vakya-Shravana, Hri, Mati, Japa, Huta.
Tapas – Asketismus, d.h. die Annahme eines Lebensstils, der es dem Körper und Geist ermöglicht, jede Veränderung der klimatischen Bedingungen und der äußeren Umgebung ruhig zu erleben. Der Yogi gewöhnt den Körper daran, Wärme, Kälte, Regen und andere Wetterveränderungen ohne Schmerzen zu ertragen, grobes und unappetitliches Essen zu essen und zu fasten. So zügelt er jede Vorliebe des Körpers, der Sinne und des Geistes. Das ganze Leben sollte gut organisiert sein.
Santosha – Zufriedenheit mit allem, was im natürlichen Verlauf der Ereignisse kommt, und der freiwillige Verzicht auf jegliche Form von Beschränkungen für das, was geschieht. Diese Regel bedeutet, in jeder Situation Heiterkeit und Ruhe zu bewahren. Der Geist wird von Ehrgeiz, dem Streben nach weltlichen Dingen und Neid auf diejenigen befreit, die solche Dinge genießen. Es sollte jedoch keine Zufriedenheit mit moralischen und spirituellen Errungenschaften bestehen. Ständige Zielstrebigkeit und Ausdauer sollten kontinuierlichen Fortschritt fördern.
Astikya – Glaube an die Veden, den Guru und alle erleuchteten Heiligen und Weisen der Vergangenheit und Zukunft. Dieser Glaube sollte sorgfältig kultiviert werden. Der eigene Geist sollte von der Suche nach Fehlern der Seele, ständigen Zweifeln und Unglauben befreit werden. Der ernsthafte Praktizierende sollte an die spirituellen Errungenschaften der alten Maha-Yogis und Maha-Jnani glauben, um den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, um solche spirituellen Höhen zu erreichen.
Dana – Spende. Das Geben bedeutet, Großzügigkeit zu entwickeln, das Herz zu öffnen und Einheit mit anderen zu erfahren durch die Praxis der Almosen, die mit Mitgefühl und Demut von denen gemacht wird, die im Überfluss leben und gut verdienen, zum Nutzen der Bedürftigen. Dies ist ein praktischer Weg, den Geist der Selbstlosigkeit und Losgelöstheit zu entwickeln und den Geist vom Anhaften an weltlichem Reichtum zu befreien, der als das größte Hindernis auf dem Weg der spirituellen Entwicklung betrachtet wird.
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